Die spannendsten Brettspielklassiker

Es muss nicht immer das aktuellste Brettspiel sein, um damit richtig viel Spaß zu haben. Selbstverständlich erfinden Spieleautoren ständig neue Spielsysteme und innovative Brettspiele, doch auch die Brettspielklassiker haben einiges zu bieten.

Im Test: Der kleine Prinz –  Ein Familienspiel das Spielerherzen berührt

Wolltet ihr eure Mitspieler, Freunde, oder Familienmitglieder schon immer mal aus einem neuen Blickwinkel betrachten und das ganze mit einem Brettspiel verbinden? Könnt ihr haben! In dem Brettspiel „Der kleine Prinz“ von dem Spieleautor Kai Haferkamp, in Zusammenarbeit mit dem Kosmos Verlag und der Familie des Schriftstellers und Humanisten Antoine de Saint-Exupéry. Neugierig geworden?

Dann wünschen wir euch viel Freude bei unserer Rezension zum Brettspiel Der kleine Prinz.

Brettspiel Rezension: FamilienBrettspiel 'Der Kleine Prinz'

Im Test: Unsere Rezension zum berührenden Familien Brettspiel "Der Kleine Prinz"

Wer kennt es nicht, das in 130 verschiedene Sprachen übersetzte literarische Werk „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Es handelt von den Grundsteinen unserer Gesellschaft: vom Miteinander, von Freundschaft und der Treue. In dem Brettspiel Der kleine Prinz werden diese Themen gekonnt aufgegriffen und somit rückt es das Wort Gesellschaft, welches sich aus dem Begriff Gesellschaftsspiel ableiten lässt, in ein ganz neues Licht. Das Familien-Brettspiel soll schöne Kindheitserinnerungen beim Spieler wachrütteln und so dazu beitragen, dass sich alle Mitspieler von einer bisher unbekannten, Vertrauen erweckenden Seite kennenlernen. „Bitte zähme mich!“, sagte der Fuchs zum kleinen Prinzen. „Was heißt zähmen?“, fragte der kleine Prinz daraufhin den Fuchs. "Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet, sich vertraut machen." Ziel des Familienspiels Der kleine Prinz ist es, dass sich der kleine Prinz und der Fuchs auf dem Spielfeld begegnen, noch bevor der Fuchs wieder in seinem Fuchsbau verschwindet. Dies ist aber nur möglich, wenn ihr euch mit euren Mitspielern im Spielverlauf so vertraut gemacht habt, dass ihr genügend Punkte, in Form von Sternen, sammeln und auf dem Spielfeld ablegen könnt. Um so alle Planeten auf dem Spielplan zu bereisen und rechtzeitig auf der Erde, noch bevor der Fuchs seinen Bau erreichen konnte, anzukommen.

 

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Im Test: Niagara –  Rasantes Familienspiel für abenteuerlustige Helden

Du und deine Mitspieler sind dem Diamantfieber verfallen; doch Achtung! Auf dem Weg zu den verführerisch schimmernden Edelsteinen lauern eine Menge Gefahren auf euch und so mancher Mitspieler entpuppt sich als hinterhältiger Edelstein-Dieb.
Stellt sich nur noch die Frage, bist Du mutig genug für ein rasantes Spiel-Abenteuer in den reißenden Fluten des Niagara Rivers? Finde es selbst heraus, bei unserem Test zum Familienbrettspiel
Niagara von Zoch.

fesselndes Familienspiel mit toller Spielbrettgestaltung

Brettspiel Rezension: Familienbrettspiel Niagara von Zoch

Die Geschichte, um das Spiel Niagara, spielt auf dem reißenden Niagara Fluss, der in einem tosenden Wasserfall endet, dem es durch geschickte Spiel-Manöver auszuweichen gilt, bevor er den Spieler mit sich in den Abgrund und damit wieder zum Spielrundenbeginn reißt. Die Spielzüge führt man dabei in kleinen Holzkanus aus, die so konzipiert wurden, dass man auf ihnen Edelsteine transportieren kann. Denn darum dreht sich das rasante Familienspiel. Alle mitspielenden Abenteurer versuchen Edelsteine, am flussabwärts gelegenen Ufer, zu ergattern, um sie dann wieder flussaufwärts, zur sicheren Anlegestelle zu transportieren und sich somit den Weg zum Sieg zu sichern. Das Ziel des Spieles ist es dabei, als erster fünf verschiedene, vier gleichfarbige, oder sieben beliebig farbige Edelsteine in seinen Besitz zu bringen. Doch dies erscheint leichter, als es sich im Spielverlauf zeigt, denn Niagara wartet mit so einigen Tücken auf. Jeder Spieler hat die Wahl, ob er eine Paddelkarte, oder eine Wolkenkarte ausspielt und weil dies mit allen Mitspielern zu Beginn der Runde geschieht, kann man seinen Zug kaum taktisch planen. Wählt man eine Paddelkarte, steht dem Spieler zur Wahl, entweder seine Kanus zu bewegen, einen Edelstein auf-, oder abzuladen - dies ist jedoch nur zu Beginn, oder Ende eines Zuges, auf den markierten Diamantinseln möglich - oder einen Diamanten-Diebstahl an seinen Mitspielern zu begehen. Ein Diebstahl ist jedoch nur flussaufwärts möglich. Entscheidet sich ein Spieler für die Wolkenkarte, beeinflusst er das Wetter und damit die Fließgeschwindigkeit des Niagara Rivers, welche durch Plastikschollen simuliert wird. So wird ein Spieler, bei rauer See, schnell über den Wasserfall, aus dem laufenden Spiel befördert. Denn die Flussgeschwindigkeit wird ermitteln, in dem die niedrigste Paddelkarte und der aktuelle Wetterwert zusammengerechnet werden. Ist ein Kanu abgestürzt, gilt es mitsamt seiner Ladung als verloren. Kann aber mit Hilfe eines Diamanten zurück erkauft werden, falls man kein weiteres Kanu besitzt, erhält man es kostenlos zurück. Es lauern also viele Gefahren auf die mutigen Abenteurer, wie der Wetterumschwung, die Fließgeschwindigkeit des Flusses, hinterhältige Mitspieler und ein reißender Wasserfall. Eine Partie Niagara dauerte bei uns ungefähr 45 Minuten.

Das Spielbrett ist ansprechend gestaltet und lädt mit seinem ungewöhnlichen Aufbau zu einem spaßigen Spielvergnügen ein. Denn das Spielbrett wird über die umgedrehte Spielschachtel gelegt, so dass ein richtiger Wasserfall entsteht. Das gefällt besonders jüngeren Mitspielern, wirkt aber auch auf erfahrene Spieler ansprechend. Das Flussbett und die Diamantbuchten sind optisch, durch tiefer gelegene Abschnitte, von dem restlichen Spielbrett abgegrenzt worden. Die Kanus und Diamanten kommen farbenfroh und ebenso ansprechend für den Spieler daher. Insgesamt ein effektvoll gestaltetes Spielbrett sowie Zubehör.

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Im Test: Einfach Genial - Ein strategisches Legespiel

Es müssen nicht immer komplexe Fantasy- oder Mittelalter-Brettspiele sein, damit ordentlich Spaß aufkommt. Im Spieletest beschäftigen wir uns heute mit dem strategischen Legebrettspiel Einfach Genial, aus der Feder des Spieleautors Reiner Knizia - Kosmos Verlag. Getestet wurden die Einzelspieler-Version und die Variante mit mehreren Spielern. Bereits nach der ersten Spielpartie fällt auf: bei diesem Legespiel ist der Name Programm. Viel Spaß mit der Rezension des Brettspiels Einfach Genial.

Einfach Genial: Genial einfacher Spielablauf

Brettspiel Rezension: Strategisches Legespiel Einfach Genial im Test

Das einseitige Regelwerk ist schnell gelesen. Die Regeln wirken dabei verständlich und nahezu einfach auf den geübten Spieler. So vergeht bis zum ersten Spielespaß nur wenig Zeit. Nach dem ersten festgelegten Zug, bei dem man einen Spielstein an ein bereits auf den Spielplan aufgedrucktes Farbsymbol anlegen muss, stehen dem Einzelspieler alle erdenklichen Zugmöglichkeiten auf dem Spielplan offen. Ab einer Anzahl von zwei Spielern, müssen zunächst alle anderen Mitspieler, der Reihe nach (mit dem jüngsten Spieler beginnend), den Startspielzug ausführen; dabei muss jeder seinen Spielstein an ein anderes Farbsymbol anlegen. In den folgenden Zügen wird schnell deutlich, dass es bei diesem Spiel auf die beste Strategie ankommt und das Gefühl der Einfachheit, welches sich beim Lesen des Regelwerkes einstellte, legt sich so gleich und wird von strategischen Überlegungen abgelöst. Legt man einen Spielstein unbedacht, könnte man nicht nur die nächsten Züge des Gegners erschweren, sondern die eigenen ebenso. Im schlimmsten Fall verbaut man sich wichtige Anlegeflächen und somit den Weg zu weiteren Punkten. Auch in einem Einzelspiel wird man somit schnell selbst zu seinem größten Feind.

Das Zählen der Punkte erfordert etwas Konzentration. Es werden gleiche Farbsymbole, der bereits gelegten Spielsteine, gewertet. Dabei muss man alle fünf Felder, die jeweils an die zwei Farbsymbole grenzen, beachten. Darüber hinaus werden noch alle gleichgestaltete Farbsymbole in gerader Linie gewertet. Es hat sich in unserem Test als hilfreich erwiesen, dass ein lautes Vorlesen der jeweiligen erzielten Punktzahl, das Überprüfen der Richtigkeit des gezählten Wertes erleichtert. Sehr Junge Mitspieler brauchen hierbei sicherlich die Hilfe eines Erwachsenen. Die Punkte werden auf Wertungstafeln mit Wertungssteinen in den Symbolfarben markiert. So hat man seinen Spielstand ständig im Blick und kann mit taktischen Manövern den Punktestand der einzelnen Wertungssteine beeinflussen.

 

Sieger bei Einfach Genial ist derjenige, der im Vergleich der niedrigst positionierten Wertungssteine, den höchsten Punktestand erreicht hat, oder derjenige, der es geschafft hat, mit allen sechs Wertungssteinen achtzehn Punkte auf der Wertungstafel zu erreichen. Hat man im Spiel mit einem Wertungsstein achtzehn Punkte erreicht und ist mindestens zu zweit, erhält man zusätzlich einen Bonus-Zug, der einem mit etwas Glück den Weg zum Sieg verkürzen kann.

Bei Einzelspielern und bei vier Spielern, gibt es außerdem eine Besonderheit. Die Wertungstafeln werden doppelt gelegt, so dass man mit einem Wertungsstein zwei mal 18 Punkte erreichen kann. Bei einer Viererpartie ergeben sich so zwei Doppelteams. Eine Partie Einfach Genial dauert je nach Können und Schnelligkeit der Spieler ungefähr zwanzig Minuten. Das Spiel ist insgesamt zeitlos und modern gestaltet. Die Aufmachung kommt fast ein wenig futuristisch daher und erweckt bei Kindern, sowie Erwachsenen sofort Lust auf eine Spielpartie.

Das Spielmaterial ist wertig und farbenfroh gestaltet. Das fertig ausgerichtete Spielfeld wird nur mit wenig Material bestückt und bleibt dadurch übersichtlich, so dass es auch für Kinder und Spielneulinge leicht überschaubar bleibt.

 

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Das beste Brettspiel aller Zeiten: Ihr Spieler entscheidet!

Seriöse Journalisten werden angesichts der reißerischen Überschrift die Hände über ihren Köpfen zusammenschlagen. Spieleautoren hoffen, eine Ihrer erfundenen Spielideen könnte die Wahl zum besten Brettspiel aller Zeiten gewinnen. Verlage hoffen ohnehin auf jeden Preis. Und Brettspielfans sind ganz gespannt, ob ihr Lieblingstitel den ersten Platz auf dem Treppchen erklimmen wird. Kurz gesagt: Ein solch epischer Titel wird von vielen Brettspielern mit Spannung erwartet.

Eines könnt Ihr mir glauben. Ich bin mindestens genauso gespannt wie Ihr, denn ich habe keine Ahnung wo die Wahl enden wird und welcher Titel am Ende zum besten Brettspiel aller Zeiten ernannt wird. Ich weiß aufgrund des Wahlsystems nur eines: Es wird definitiv das Brettspiel mit den besten Fans der Welt sein.

Wie Ihr mitmachen könnt, erfahrt Ihr im letzten Textabschnitt.

Kann es das beste Brettspiel aller Zeiten geben?

Zunächst stellt sich die elementare Frage, ob es so etwas wie das beste Brettspiel aller Zeiten überhaupt geben kann. Versuchen wir also ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

 

Es gibt gute Argumente für beide Seiten. Die Einen werden sagen, so etwas wie das beste Brettspiel aller Zeiten kann es gar nicht geben. Zu unterschiedlich sind die Geschmäcker, zu zahlreich sind die angebotenen Titel. Allein die vielen unterschiedlichen Brettspielgenres, die alle ihre ganz eigene Fanbasis haben, machen die Wahl unmöglich. Und doch weiß jeder Brettspieler, dass es diese ganz besonderen Spiele gibt, die einen mehr als nur fesseln und deren innerfamiliäres Regelwerk von Generation zu Generation weitergegeben wird. Nehmen wir als Beispiel den Brettspielklassiker Monopoly. Selbst ich als SciFi- und Fantasy-Fan würde zu einer Partie Monopoly nur selten Nein sagen; das Spiel ist einfach zu unterhaltsam. Und obwohl zu Monopoly ein universelles Grundregelwerk existiert, werden die individuellen Regelabwandlungen meist sogar verschriftlicht und als eine Art "mystisches Papier" an die Nachwuchs-Generation von Monopoly-Spielern weitergereicht. Ganz gleich ob es sich um eine kleine Anpassung des Startkapitals oder um besondere Bauregelungen handelt, ob Mieteinnahmen entgegen des Standardregelwerks berechnet werden oder ob das Gefängnisfeld bei Familien-Monopoly dramatischere Auswirkungen hat als vom Spieleautor ursprünglich vorgesehen. Monopoly ist ein wunderbares Beispiel für das Eigenleben, das ein Brettspiel entwickeln kann.

 

Zudem ist der Ausspruch "Das Brettspiel X ist mein absolutes Lieblingsspiel" keine Seltenheit unter Brettspielern. Und die Formulierung "absolutes Lieblingsspiel" meint letztendlich nichts anderes als "das beste Brettspiel aller Zeiten", zumindest aus eine höchstpersönliches Sicht und für eine meist begrenzte Zeit. Nämlich das das absolute Lieblingsspiel vom nächsten absoluten Lieblingsspiel abgelöst wird. Immerhin kommen wir der Antwort auf die Frage nach dem besten Brettspiel aller Zeiten bereits näher. Doch es gilt: Keine Wahl und kein Fanpreis ohne Wahlkriterien. Aber wie könnten diese aussehen?

Man könnte es sich relativ einfach machen und einfach das weltweit meistverkaufte Brettspiel zum besten Brettspiel aller Zeiten küren; oder man nimmt den international meist gespielten Titel. Vielleicht ist aber auch das günstigste Brettspiel das beste, einfach weil es sich jeder leisten kann. Brettspiel-Veteranen könnten auf die Komplexität eines Titel abstellen und sagen, etwas kann nur zum Besten gehören, wenn es möglichst schwierig ist. Vielleicht ist das entscheidende Kriterium aber auch die Spielrundenzeit: Zählt dann die kürzeste Zeit oder die längste?

 

Ihr seht, mögliche Kriterien gäbe es viele. Für mich schlägt ein Kriterium am Ende aber alle anderen: Das beste Brettspiel ist das Brettspiel mit den besten Fans. Anhänger, die einen Spieletitel leidenschaftlich spielen, ihn trotz möglicher Mängel heldenhaft verteidigen und dem Brettspiel letztlich so etwas wie eine Seele einhauchen. Je aktiver und kreativer die Fans, desto eher kann ein Brettspiel zu mehr als nur einem Titel unter vielen werden.

 

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Im Westen was Neues: Das Brettspiel "Der Erste Weltkrieg" im Test

Wer mit den Kriegsbrettspielen Axis and Allies und Memoire 44 nichts anfangen kann, weil die historischen Ereignisse zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs spielen, der könnte mit dem Brettspiel Der Erste Weltkrieg aus dem Hause Phalanx Games besser beraten sein. Das Spiel zählt zu den modernen Klassikern und ist bereits seit 2004 im Handel, trotzdem gehört es auch heute noch zu den Empfehlungen im Bereich der strategischen Brettspiele.  

Der Erste Weltkrieg - Ein strategisches Brettspiel


Krieg ist zwar alles andere als ein Spiel, die Settings rund um die "großen Kriege der Menschheit" eignen sich dennoch perfekt, um trotz des ernsten Hintergrundes einige unterhaltsame Stunden mit Freunden zu verbringen. Der Erste Weltkrieg nimmt strategisch eine ganz besondere Rolle ein, denn niemals zuvor verschmolzen taktische Gefechte so sehr mit den Mitteln moderner technischgestützter Kriegsführung. Auch für das Brettspiel Der Erste Weltkrieg macht genau diese Konstellation den besonderen SpielReiz aus.


Der Erste Weltkrieg ist mit zwei, drei oder vier Spielern spielbar. Je nach Zusammensetzung der Spielrunde übernehmen die einzelnen Spieler unterschiedliche Fraktionen. Bei zwei Spielern stehen die Parteien "Mittelmächte" und "Entente" zur Verfügung. Bei drei Spielern findet die Aufteilung zwischen "Entente", "Deutschland" und "Deutschen Alliierten" statt. In einem 4-Spieler-Gefecht wird das Bündnis zusätzlich in östliche und westliche Alliirte unterteilt. Schon geopolitsch gehts es in diesem Brettspiel richtig zur Sache. Den historischen Hintergrund gibt das Brettspiel penibel genau wieder. Als Lernspiel würde ich Der Erste Weltkrieg zwar nicht bezeichnen, wer mit dem Setting jedoch etwas anfangen kann, der wird über so manche historische Genauigkeit überrascht sein.

 

Die Ausstattung kann überzeugen. Für rund 35 € bekommen Spieler ein prall gefülltes Paket bestehend aus: 1 Spielbrett, 96 Armee-Spielsteine, 46 Stadt-Marker, 30 Kampf-Marker, 1 Spielrunden-Anzeiger, 1 Spielzugs-Anzeiger, 4 Siegpunkte-Marker, 8 Spielreihenfolge-Marker, 4 Kapitulations-Marker, 1 Marker Vertrag von Brest-Litovsk, 2 spezielle Würfel, 1 Spielerhilfsblatt, 1 Regelheft

 

Sobald die Spielbox also euren heimischen Kommandostand erreicht hat, seid ihr bestens gerüstet für den Fronteinsatz.

 

Also Karton aufreissen, Spielmaterial auspacken und bereit legen und schon geht es los. Die erste Entscheidung naht noch bevor der erste Spielzug getan wird: Ihr müsst wählen, ob ihr Eure Truppen frei postiert oder den historischen Aufbau verwenden wollt. Toll für alle, die auf knallharte Geschichtsfakten stehen!

Das Spielbrett selbst ist in drei getrennte Abschnitte unterteilt, in denen ihr insgesamt 11 Frontlinien findet. Was auf den ersten Blick irritierend wirkt, entpuppt sich beim genauer Betrachtung als ideale Lösung für Übersicht und Taktik. Übrigens spielt Taktik zwar aber übergeordnete Rolle, ganz ohne Würfelwürfe kommt aber auch das Brettspiel Der Erste Weltkrieg nicht aus. Eine Portion Glück braucht somit jeder Feldkommandant. Aber wenn man sich das aktuelle Glückslotto beim G36-Schießen so anschaut, scheint Glück ja auf jedem Schlachtfeld eine Rolle zu spielen.

Städte (gekennzeichnet durch Quadrate), die auf den Karten zu finden sind können und sollten erobert werden. Versorgungslager erkennt ihr an einem Kreis. Depots können nicht erobert werden. Die Reihenfolge ist dabei: Gewinnt ein Spieler an einer Frontlinie eine Kampfrunde, so erobert er die nächste verfügbare Stadt. Sind alle Städte bereits besetzt und nur noch nicht einnehmbare Depots verfügbar, so erhält der unterlegene Spieler einen sogenannten Kapitulationspunkt. Der Spielbalance halber kann man pro Runde allerdings nur einen dieser Punkte erhalten.

 

Taktische Tiefe kommt nicht nur durch Armeeeinheiten, sondern auch durch die Verwendung von Täuschungseinheiten, sogenannten Dummys, zustande. Es darf in diesem Weltkriegs-Brettspiel also herrlich geblufft werden. Kämpfe werden ganz klassisch mitttels Würfelwurf entschieden: Die höhere Punktzahl gewinnt das Gefecht.

Zu Beginn jeder Spielrunde rückt der Nachschub an. Dies richtet sich, wer hätte es gedacht, nach den Versorgungsstädten, sodass diese Punkte  automatisch an strategischer Bedeutung gewinnen.

Dieser Auszug aus dem Regelwerk klingt komplex, ist aber deutlich einfacher zu verstehen, wenn das Spielbrett ausgebreitet vor einem liegt. So umfangreich sind die Regeln am Ende nämlich nicht, sodass auch Strategiespielanfänger voll auf ihre Kosten kommen. Dieses Konfliktspiel verläuft mit jeder Partie ein bisschen anders, Für Langzeitmotivation ist also gesorgt und das gut verarbeitete Spielmaterial vermittelt einen hochwertigen Eindruck und hält unter Umständen auch mal hartnäckigem Sperrfeuer stand. Ein wenig mehr geschriebene Geschichte hätte ich mir zwar gewünscht, aber dafür gibt es ja schließlich Bücher.

 

Am Ende ist das Kriegsbrettspiel Der Erste Weltkrieg der ideale Einstiegstitel in die Materie der strategischen Brettspiele. Und wer nicht genug bekommen kann und sich auch schwierigere Titel zutraut, der kauft noch Axis and Allies hinterher!

 

Ihr kennt Der Erste Weltkrieg bereits? Dann bin ich gespannt auf Eure Meinung zu dem Titel!

 

 

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Im Wandel der Zeiten - Eisenzeit: Der Klassiker als Würfelspiel

Das Brettspiel "Im Wandel der Zeiten - Eine Geschichte der Zivilisation" ist, gemessen am Erscheinungsjahr 2006, noch gar nicht so alt und trotzdem gehört es in den Bereich der absoluten Brettspielklassiker.  Als das Spiel im Jahre 2008 dann auch in Deutschland erschien waren die ersten Kontingente schnell vergriffen. Strategie-Fans aus vielen Ländern weltweit wurden in den Bann dieses einzigartigen Spiels gezogen, das heute für Preise von rund 80 € und mehr gehandelt wird. Glückwunsch an alle Besitzer. Damit nicht nur Klassik-Liebhaber auf ihre Kosten kommen wurde "Im Wandel der Zeiten" als Würfelspiel neuaufgelegt. Der neueste Ableger der Würfelreihe: Im Wandel der Zeiten - Eisenzeit.

Im Wandel der Zeiten aus dem Hause Pegasus Spiele
Im Wandel der Zeiten aus dem Hause Pegasus Spiele

Auch die Würfelspiele des Zivilisations-Strategie-Spiels "Im Wandel der Zeiten" sind häufig vergriffen und erfreuen sich großer Beliebheit unter den  Gesellschaftsspielern. Grund genug, diesem tollen Spiele eine eigene Brettspiel News zu widmen. Erfahrene Spieler merken schnell, dass "Im Wandel der Zeiten" nicht allein wegen des großen Namens einen guten Ruf genießt. Wie das Brettspiel beherbergt auch die Würfelvariante eine ausgeklügelte Spielidee, die selbst Brettspiel-Einsteiger sofort in ihren Bann zieht. Durch das Errichten von strategisch wichtigen Gebäuden wie Häfer oder Monumente erlangen die, von den Spielern verkörperten, Zivilisationen im Verlaufe des Spiels immer mehr Macht und somit auch immer größeren Reichtum und Einfluß. Als wären diese Bauvorhaben nicht schon schwierig genug zu meistern, spielen auch Barbarenhorden und überraschende Katastrofen den Würfelspielern übel mit. 

Der taktisch-strategische Anspruch ist im Würfelspiel "Im Wandel der Zeiten - Eisenzeit" natürlich wesentlich niedriger als in der Brettspielvariante, dafür ist die Würfelversion ein tolles Spiel für die gesamte Familie. Langzeitspaß ist garantiert, wenn die gut verarbeiteten Steckbretter und schön verzierten Würfel erstmal auf dem Spieltisch liegen.

Wenn das Würfelspiel "Im Wandel der Zeiten - Eisenzeit" der neueste Ableger ist, muss man wenig logische Überlegungen anstrengen, um zu dem Schluss zu gelangen, dass es auch Vorgänger geben muss. Diese beschäftigen sich thematisch mit weiteren wichtigen Epochen der Zivilisationsgeschichte: Im Wandel der Zeiten - Bronzezeit und die Erweiterung Im Wandel der Zeiten - Späte Bronzezeit setzen ebenfalls auf Zivilisationsentwicklung und bieten Gelegenheit, um den Brettspielabend zu einer spannenden Geschichtsstunde werden zu lassen. Unbedingt anspielen, es lohnt sich!

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Carcassonne Südsee - Gelungene Variante eines Klassikers

 

Wenn Carcassonne auf dem Spielplan steht wird Spaß ganz groß geschrieben. Das klassische Legespiel mit dem wandlungsfähigen Spielbrett und den gelungenen strategischen Elementen gehört, zumindest für mich, zu den besten Brettspielen, die für Geld zu bekommen sind. Selbst ohne Erweiterungen macht Carcassonne Spaß und zwar uneingeschränkt. Jede Erweiterung führte sinnvolle Elemente ein, die Carcassonne-Partien zu unvergesslichen Erlebnissen werden ließen. Carcassonne Südsee schlägt in dieselbe Kerbe, lässt die Grundidee nahezu unangetastet und glänzt doch mit spannenden neuen Ideen. Im aktuellen Brettspiel-Blogartikel lest ihr meinen Test zu Carcassonne Südsee. Eure Meinungen zu dem Spiel dürft ihr gern in den Kommentaren kundtun - ich freue mich!

 

 

Hintergrundgeschichte - Worum geht es? 

 

Kein Brettspiel Test ohne Sichtung der Hintergrundgeschichte. Doch um eine grandiose Story geht es in Carcassonne Südsee wahrlich nicht. Das Brettspiel hat andere Stärken und konzentriert sich auch darauf. Die Rahmenbedingungen: Südsee-Flair, blauen Meerwasser, naturbelassene Inseln, konkurrierende Insulaner, strahlender Sonnenschein und tropische Handelswaren. Im Wettstreit um die edlen Waren erkunden die Insulaner nach und nach ihre Lieblingsinsel.  Die Hintergrundgeschichte könnte nebensächlicher nicht sein, aber darauf kam es bei Carcassonne nie an und auch im Test von Carcassonne Südsee hat mich keine epische Story vom Hocker gehauen. Macht nichts, ich war darauf vorbereitet.

 

Spielidee - Welche Besonderheiten birgt die Spielidee?

 

Die Spielidee entspricht nahezu komplett dem Ur-Carcassonne. Die Spieler decken in jedem Spielzug ein weiters Fleckchen des Inselstaates auf und versuchen Punkte zu sammeln. Dies läuft jedoch bei Carcassonne Südsee etwas anders und das ist gleichzeitig eine der großen Stärken des Spiels. Punkte werden angehäuft, indem eingesammelte Handelswaren auf die Transportschiffe geschafft werden. Der Rest präsentiert sich klassisch. Auf den angelegten Plättchen können die Insulaner platziert werden - ganz wie in der klassischen Variante. Statt satten grünen Wiesen erwarten Südsee-Urlauber allerdings saphirblaue Meeresregionen, die zugleich als Ressourcenspender dienen. Klar, im Meer gibt es schließlich reiche Fischgründe. Stege ersetzen die Wege und das Kloster findet bei Carcassonne Südsee seine Entsprechung in einem Inselmarkt. Möglichkeiten Punkte zu sammeln gibt es somit mehr als genug. Insgesamt bleibt Carcassonne seiner Linie treu und verändert einige Spielemente nur minimal. Schön für alle Neueinsteiger und Carcassonne-Liebhaber- Schade für alle, die sich ein komplet neues Spieldesign wünschen. Aber ganz ehrlich: Wäre Carcassonne dann überhaupt noch Carcassonne?

 

Spielmaterial - Wie präsentiert sich die Ausstattung?

 

Die dicken Plättchen sind aus dem Vorgänger bekannt und auch Carcassonne Südsee setzt auf diese nahezu unverwüstlichen Pappscheiben, die jeden noch so feuchtfröhlichen Brettspielabend schadlos überstehen. Die Insulaner dürften Carcassonne-Veteranen ebenso bekannt vorkommen. Derselbe athletische Körperbau wie beim Vorgänger und ebenso farbenfroh. Grüne, rote, blaue, gelbe und schwarze Männchen balgen sich um die Rohstoffe der Insel  und machen auf dem Spieltisch eine gute Figur. Die Platten sind gut ausgestanzt und zeigen keine Qualitätsmängel. Besonders schön sind die Handelswaren, die ebenfalls aus Holz gefertigt wurden. Bananen, Muscheln und Fische warten darauf gesammelt, gepflückt und gefangen zu werden. Die tolle Verarbeitung und eine hübsche Verpackung sind zwei absolute Pluspunkte von Carcassonne Südsee.

 

Spielspaß- Wie unterhaltsam ist das Spiel?


Man liest es aus dem Blogartikel heraus: Ich bin Fan! Ohne übertreiben zu wollen, sage ich, der Spielspaß von Carcassonne Südsee ist gigantisch und gefällt mir ein wenig besser als das Ur-Carcassonne in der Grundversion ohne Erweiterungen. Für Carcassonne Südsee ist derzeit eine Mini-Erweiterung (Carcassonnee Südsee Freitag) erhältlich, die aber nicht unbedingt notwendig ist und sich eher an erfahrene Südsee-Insulaner wendet, die eine frische Brise Unterhaltung benötigen. Ich halte auch Carcassonne Südsee für einen kommenden Klassiker, der seine Fans über Jahrzehnte begeistern kann. Ein kurzes Fazit für einen Brettspiel Testbericht, doch Carcassonne bedarf nicht  vieler Worte, es will einfach nur gespielt werden. Also, auf gehts!

 

 

 

 

 

Infobox:

Spieleranzahl: 2 - 5 Spieler

Spieldauer: 30 - 45 Minuten

Alter: ab 7 Jahren

Erschienen: Juli 2013

Preis: ca. 18 €

Spielinhalt:

  • Regelheft
  • 60 Handelswaren
  • 73 Landschaftskarten
  • 19 Fischerboot-Plättchen
  • 24 Schiffs-Plättchen
  • 20 Insulaner

Hintergrundgeschichte:  █ █ █ █ █  (3 von 5 Punkten)
Spielidee:  █ █ █ █ █   (5 von 5 Punkten)
Spielmaterial:  █ █ █ █ (4 von 5 Punkten)
Spielspaß:  █ █ █ █ (5 von 5 Punkten)
________________________
Bewertung:  █ █ █ █ █ (5 von 5 Punkten)

 

Fazit: Bereits das klassische Carcassonne war und ist ein wahres Unterhaltungs-Wunderwerk. Die vielen Erweiterungen ermöglichten zudem kleine und größere Anpassungen, die für jeden Spielertypen den passenden Stil erschschufen. Carcassonne Südsee ist eine wunderbare Variante des Ur-Carcassonne und bringt spürbar frischen Südseewind auf den Spieltisch. Das Spielbrett entsteht immernoch während einer laufenden Partie. Und nun wird auch noch fleißig auf den Warenhandel gesetzt. Tolle Kombination, unbedingt spielen!

 

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Brettspielgeschichte: Spiel des Jahres 1994

Wir schreiben das Jahr 1994. Ein Jahr, das vergleichsweise unauffällig ist, wenn man das Weltgeschehen betrachtet. Einige historische Marken gibt es dann doch: George Foreman wurde erneut Boxweltmeister, ein Erdbeben der Stärke 6,7 trifft Los Angeles, Kurt Cobain begeht Selbstmord, in Deutschland sind Bundestagswahlen und Manhatten wird zum Spiel des Jahres 1994 gewählt.

Brettspielklassiker Manhattan

 

Der Klassiker stammt aus der Feder von Autor Andreas Seyfarth und passt auch heute noch so wunderbar zu den wirtschaftlichen Weltereignissen dieser Zeit, dass die Beliebtheit für das Brettspiel ungebrochen ist. Korruption und Bauskandale erschüttern die Brettspielwelt und machen aus einst freundlich gesinnten Mitspielern harte Konkurrenten.

 

Ein einfaches Motto erklärt die Gewinnregeln: Wer hoch baut, gewinnt auch hoch!

Manhatten bietet eine gelungene Kombination aus Strategie und Glück. Dabei besticht das Brettspiel durch einfache und gut nachvollziehbare Spielregeln, die in der verständlichen Anleitung erklärt werden. Das Spielmaterial ist haltbar und bietet eine schöne Optik, die das Spielerlebnis positiv beeinflusst. Die Hatz nach immer höheren Wolkenkratzern oder die zahlenmäßige Ausdehnung macht enorm viel Spaß. Das Tolle: Sogar Kinder ab 8 Jahren können problemlos mitspielen, sodass Manhatten zu einem unterhaltsamen Familienspiel wird.

 

Spiel des Jahres 1994
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