Im Test: Crime Master - Tatort: Großstadt

Euer größter Traum war es schon immer in die Fußstapfen des weltbekannten Ermittlers Sherlock Holmes zu treten? Kein Abend vergeht bei euch ohne Criminal Minds, CSI oder einem spannenden Kriminalroman. Dann ist das Rätselspiel „Crime Master – Tatort: Großstadt“ von der Spielautorin Sonja Klein und dem Gmeiner Spieleverlag das passende Spiel für euch. Seid ihr bereit Teil eines Ermittlerteams für spannungsgeladene Kriminalfälle zu werden?

Dann ist unsere Rezension zum Kriminal- und Ratespiel „Crime Master – Tatort: Großstadt“ genau das Richtige für euch.

rätselhaftes Krimispiel für ausgefuchste Hobbyermittler

 Krimi-Spiel Rezension : Crime Master - Tatort: Großstadt

Tritt ein in die Welt von Crime Master  – Tatort: Großstadt und löse mit deinem Ermittlerteam fünfundzwanzig kuriose Kriminalfälle in Deutschlands Großstädten. Hier trifft man auf Bernd das Brot Sticker als Tathilfsmittel und mutwillig zerstörte Heidi Klum Rosen als Auslöser für ein schweres Verbrechen. Doch was nach dem ersten Leseeindruck der Fallkarten wie ein einfaches Ratespiel wirkt, wird schnell zu einem kniffeligen Katz und Maus Spiel um die Aufklärung der mysteriösen Fälle. Phantasievoll gestaltete Spielkarten und Kriminalfälle die überzeugen.

Unser erster Eindruck beim Unboxing des Spieles war durchweg positiv. Crime Master  – Tatort: Großstadt  wartet mit fünfundzwanzig aufwendig gestalteten und mit einer priese Humor versehenen Kriminalfallkarten und deren Aufklärungskarten auf, außerdem gibt es eine Ermittlungsakte, welche dem Ermittlerteam als Notiz- und Aufklärungsbogen dient. Einziger Wermutstropfen bei der Verarbeitung: Die Spielkarten sind aus relativ dünnem Karton gefertigt und somit anfällig für Knicke. Die Spielregeln sind verständlich beschrieben und so konnte es für uns nach ungewöhnlich kurzer Einarbeitungszeit ans Spielen gehen.

 

Schneller Einstieg in ein mysteriöses Kriminalrollenspiel

Das Spiel „Crime Master  – Tatort: Großstadt“ dreht sich in jeder Partie um die Auflösung eines spannenden Kriminalfalles. Zu Beginn wird ein „Crime Master“ ausgewählt, welcher als allwissender Ermittlungsleiter die Spielführung übernimmt. Die anderen Spieler übernehmen die Rolle der Ermittler. Sobald ein Fall aus dem verdeckten Stapel gezogen wurde, beginnt die verzwickte Suche nach Antworten und der Auflösung der Tat. Hierzu liest einer der Ermittler die Fallkarte laut vor und der „Crime Master“ macht sich im Geheimen mit seiner Aufklärungskarte des selben Falles vertraut. Kann es dann endlich losgehen, stellen die Ermittler dem „Crime Master“ nacheinander immer wieder Fragen zum Tathergang, möglichen Motiven, eingesetzten Hilfsmitteln oder dem Täter um den Kriminalfall präzise zu lösen. Dabei dürfen die Fragen vom „Crime Master“ nur mit Ja oder Nein beantwortet werden.


Wichtige Hinweise werden währenddessen von den Ermittlern in einer Ermittlungsakte vermerkt. Wurde der Kriminalfall gelöst oder fallen den Ermittlern keine Fragen mehr ein, ist das Spiel beendet und das Team wird mit Hilfe eines Bewertungssystems vom „Crime Master“  beurteilt.

Ein großer Vorteil von Crime Master  – Tatort: Großstadt* gegenüber anderen rätselhaften Rollenspielen ist, dass es auch für zwei Spieler und somit für eine Spielpartie zwischendurch sehr gut geeignet ist.

 

Uns sind während des Spielens besonders positiv die verzwickt und humorvoll, aber nicht albern wirkend, gestalteten Kriminalfälle aufgefallen. Fällt es dem einen oder anderen Mitspieler zu Beginn des Spieles noch schwer passende Fragen zu dem Kriminalfall zu stellen, baut sich nach kurzer Zeit schon eine Fallidee vor dem inneren Auge der Ermittler auf und der Fall und seine Aufklärung nehmen eine immer konkreter werdende Form an. Weil die Ermittlungsarbeit dennoch eine kniffelige Angelegenheit bleibt, dauerte bei uns die Auflösung einer Kriminaltat ungefähr dreißig Minuten, also deutlich länger als die auf der Umverpackung veranschlagten fünfzehn Minuten.

 

Unboxing Bildstrecke

Infobox

Spielerzahl: ab 2 Spielern 

Alter: ab 14 Jahren

Spielzeit: ca. 30 Minuten

Schwierigkeit: mittel

Langzeitmotivation: hoch

 

Verlag: Gmeiner Verlag 

Autorin: Sonja Klein 

Erscheinungsjahr: 2016

Kosten: ca. 10 Euro

 


Fazit

Das Rollen- und Krimikartenspiel Crime Master  – Tatort: Großstadt hat uns vom ersten Spielmoment an in seinen Bann gezogen. Die Fälle sind spannend und humorvoll gestaltet, die Auflösung bleibt bis zur letzten Spielminute eine kniffelige Angelegenheit für das Ermittlerteam.

Einziger Wermutstropfen ist, dass man sich nach dem durchlaufen der fünfundzwanzig Kriminalfälle mit einer hohen Wahrscheinlichkeit an Einzelheiten der Auflösungen erinnert und sie somit nicht ein weiteres Mal durchspielen wird.  Für Fans von den Brettspielen Mister X, Scotland Yard und Spielern die schon immer in die Fußstapfen von Sherlock Holmes treten wollten ein unbedingtes Muss.

(AMC)

 

Wertung


Und wer von Krimi-Brettspielen nicht genug bekommen kann, der freut sich schon jetzt auf unsere baldige Rezension des Krimi-Dinner-Spiels Mord in der Villa Mafiosa, ebenfalls vom Gmeiner Verlag. Demnächst wird also nicht nur gespielt und gemordet, sondern auch gekocht - stilecht Italienisch natürlich.

 

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