Im Test: Niagara –  Rasantes Familienspiel für abenteuerlustige Helden

Du und deine Mitspieler sind dem Diamantfieber verfallen; doch Achtung! Auf dem Weg zu den verführerisch schimmernden Edelsteinen lauern eine Menge Gefahren auf euch und so mancher Mitspieler entpuppt sich als hinterhältiger Edelstein-Dieb.
Stellt sich nur noch die Frage, bist Du mutig genug für ein rasantes Spiel-Abenteuer in den reißenden Fluten des Niagara Rivers? Finde es selbst heraus, bei unserem Test zum Familienbrettspiel
Niagara von Zoch.

fesselndes Familienspiel mit toller Spielbrettgestaltung

Brettspiel Rezension: Familienbrettspiel Niagara von Zoch

Die Geschichte, um das Spiel Niagara, spielt auf dem reißenden Niagara Fluss, der in einem tosenden Wasserfall endet, dem es durch geschickte Spiel-Manöver auszuweichen gilt, bevor er den Spieler mit sich in den Abgrund und damit wieder zum Spielrundenbeginn reißt. Die Spielzüge führt man dabei in kleinen Holzkanus aus, die so konzipiert wurden, dass man auf ihnen Edelsteine transportieren kann. Denn darum dreht sich das rasante Familienspiel. Alle mitspielenden Abenteurer versuchen Edelsteine, am flussabwärts gelegenen Ufer, zu ergattern, um sie dann wieder flussaufwärts, zur sicheren Anlegestelle zu transportieren und sich somit den Weg zum Sieg zu sichern. Das Ziel des Spieles ist es dabei, als erster fünf verschiedene, vier gleichfarbige, oder sieben beliebig farbige Edelsteine in seinen Besitz zu bringen. Doch dies erscheint leichter, als es sich im Spielverlauf zeigt, denn Niagara wartet mit so einigen Tücken auf. Jeder Spieler hat die Wahl, ob er eine Paddelkarte, oder eine Wolkenkarte ausspielt und weil dies mit allen Mitspielern zu Beginn der Runde geschieht, kann man seinen Zug kaum taktisch planen. Wählt man eine Paddelkarte, steht dem Spieler zur Wahl, entweder seine Kanus zu bewegen, einen Edelstein auf-, oder abzuladen - dies ist jedoch nur zu Beginn, oder Ende eines Zuges, auf den markierten Diamantinseln möglich - oder einen Diamanten-Diebstahl an seinen Mitspielern zu begehen. Ein Diebstahl ist jedoch nur flussaufwärts möglich. Entscheidet sich ein Spieler für die Wolkenkarte, beeinflusst er das Wetter und damit die Fließgeschwindigkeit des Niagara Rivers, welche durch Plastikschollen simuliert wird. So wird ein Spieler, bei rauer See, schnell über den Wasserfall, aus dem laufenden Spiel befördert. Denn die Flussgeschwindigkeit wird ermitteln, in dem die niedrigste Paddelkarte und der aktuelle Wetterwert zusammengerechnet werden. Ist ein Kanu abgestürzt, gilt es mitsamt seiner Ladung als verloren. Kann aber mit Hilfe eines Diamanten zurück erkauft werden, falls man kein weiteres Kanu besitzt, erhält man es kostenlos zurück. Es lauern also viele Gefahren auf die mutigen Abenteurer, wie der Wetterumschwung, die Fließgeschwindigkeit des Flusses, hinterhältige Mitspieler und ein reißender Wasserfall. Eine Partie Niagara dauerte bei uns ungefähr 45 Minuten.

Das Spielbrett ist ansprechend gestaltet und lädt mit seinem ungewöhnlichen Aufbau zu einem spaßigen Spielvergnügen ein. Denn das Spielbrett wird über die umgedrehte Spielschachtel gelegt, so dass ein richtiger Wasserfall entsteht. Das gefällt besonders jüngeren Mitspielern, wirkt aber auch auf erfahrene Spieler ansprechend. Das Flussbett und die Diamantbuchten sind optisch, durch tiefer gelegene Abschnitte, von dem restlichen Spielbrett abgegrenzt worden. Die Kanus und Diamanten kommen farbenfroh und ebenso ansprechend für den Spieler daher. Insgesamt ein effektvoll gestaltetes Spielbrett sowie Zubehör.

Die Unboxing Bildstrecke

Infobox

Spielerzahl: 3 bis 5 (6 mit Erweiterung)

Alter: ab 8 Jahren

Spielzeit: 45 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Langzeitmotivation: mittel

 

Verlag: Zoch 

Autoren: Thomas Liesching

Erscheinungsjahr: 2004

Kosten:  ca. 25 Euro

 


Fazit

Bei dem Familien-Brettspiel Niagara haben der Brettspielautor Thomas Liesching und der Verlag Zoch ganze Arbeit geleistet! Nicht umsonst wurde das 2004 erschienen Familienspiel zum Spiel des Jahres 2005 gewählt und gewann weitere renommierte Spielpreise. Sehr junge Mitspieler, um das achte Lebensjahr herum, brauchen während des Spiels, besonders wenn es noch nicht häufig gespielt wurde, die Hilfe eines Erwachsenen. Schnell werden bei dieser Mitspielergruppe Züge vergessen, oder die Fließgeschwindigkeit fehlerhaft berechnet. Trotzdem ist es ein gelungenes Spiel für die gesamte Familie und eindeutig einer unserer Favoriten, der häufig gespielt wird.

(AMC)

 

Wertung

 

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